MGV Unterschefflenz
Auch nach Weihnachten klingt Weihnachten noch sehr gut
Nachweihnachtliches Konzert des MGV Unterschefflenz gemeinsam mit dem Posaunenchor Schefflenz in der evangelischen Kirche (29.12.2024)
Schon längst traditionell ist das nachweihnachtliche Konzert des Männergesangverein Unterschefflenz. So war es dessen Vorsitzende Klaus Szigeth eine große Freunde, die vielen Zuhörer in der voll besetzten evangelischen Kirche in Unterschefflenz begrüßen zu dürfen. Zuvor aber eröffnete der Schefflenzer Posaunenchor unter der Leitung von Andreas Bosch den musikalischen Reigen mit „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ – von Felix Mendelssohn Bartholdy, eine Vertonung des 100. Psalms.
Susanne Bender, die Leiterin des Männerchores, hatte wie nicht anders zu erwarten ein Programm zusammen gestellt, natürlich auch wieder mit neuen Stücken und vom Chor routiniert und ansprechend vorgetragen. Caterina Szigeth, die Tochter des Vorsitzenden, sorgte am Keyboard für die richtige Begleitung.
Der gesangliche Einstieg ins Festprogramm des MGVU war ein melodischer Andachtsjodler von Alfred Burkhardt, ein geistliches Lied aus Südtirol sowie von Martin Brugger – „Schön langsam wird`s still“. „Sinfonia pastorale“ mit dem Posaunenchor, Uraufführung 1808 im Theater in Wien. Immer wieder unterbrochen durch Sänger und Posaunenmitglied Wolfmar Hammer mit der Weihnachtsgeschichte: .....“ und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hirten usw.“
Ohne jegliche Verschnaufpause ging es weiter und überleitend zusammen mit den Sängern und der Gemeinde mit dem Weihnachtslied aus Böhmen – „Kommet ihr Hirten“.
Nun waren die Sänger wieder gefordert mit dem Lied „Seemanns Weihnachten, ließ Gänsehaut aufkommen und Tränen fordernde Gesichtsausdrücke. Es folgte „Heil´ge Nacht auf Engelschwingen“, nach dem Gedicht „Christnacht“ von Robert Eduard Prutz.
Der Posaunenchor mit sehr schönem Wohlklang sowie mit Orgelbegleitung durch Susanne Bender wusste mit dem Concerto für Bläser und Orgel „Adagio – Allegro“ sehr zu gefallen.
Was für ein Jahr war das zurückliegende? Die Sänger versuchten im folgenden Lied eine Antwort zu finden mit „Wünsche zur Weihnachtszeit“ von Udo Jürgens. „Hoffnung auf Morgen und auf Brot – Kinder in warmen Kleidern und ohne Hungersnot – wo ist der Weg, was muss geschen, dass sich die Menschen wieder verstehn?“ Dazu vieles mehr zu den Wünschen zur Weihnachtszeit. Es folgte das Lied „Dann ist Weihnachtszeit“ von Florian Bald und Bernd Stallmann.
Der Posaunenchor mit „Christmas all over the world“ ein Medley arrangiert von Andreas Bosch sowie von den Sängern waren die abschließenden Solostücke der Protagonisten. Gemeinsam und abschließend – „O du fröhliche....“, das bekannteste Weihnachtslied weltweit auch für Deutschland. Das Heer Napoleons war besiegt, eine Zeit neuer Hoffnung für alle Menschen bricht an.
Abschließend galt es Danke zu sagen bei allen, die zum Gelingen dieses schönen und tollen Abends beigetragen haben. Im Besonderen bei Chorleiterin Susanne Bender und Chorleiter Andreas Bosch, ein Dankeschön auch an die Kirchengemeinde um Pfarrer Stefan Albert, der nach dem Abschlusslied noch den Segen erteilte.
Dann war es soweit für das weltbekannte Abschlusslied „Feliz Navidad – Frohe Weihnacht“ – ist ein spanisches Weihnachtslied aus dem Jahre 1970, von Sänger und Gitarrist – José Filiciano.
Es gab stehende Ovationen des begeisterten Publikums für einen ganz tollen nachweihnachtlichen Abend. Die Spendeneinahmen gehen zu jeweils einem Drittel an die beteiligten beiden Chöre sowie an die evangelische Kirchengemeinde.
Im Anschluss hatten die Bulldogfreunde Schefflenz zu Glühwein, Würstchen und weiterer Leckereien vor der Kirche eingeladen.
Rüdiger Eberle(rü)
Fotos: Harry Krämer
Klangvolumen der Männerstimmen überzeugte - Jubiläumskonzert 160 Jahre in der Aula der Schefflenztalschule - Gastvereine aus Auerbach und Großeicholzheim
Gleich drei stimmgewaltige Chöre waren vor kurzem in der Aula der Schefflenztalschule zu erleben. Zu verdanken war es dem Männergesangverein Unterschefflenz, denn der hatte anlässlich seines 160-jährigen Bestehens zum Jubiläumskonzert mit den Gastvereinen Liederkranz Großeicholzheim und Liederkranz Auerbach mit deren Vorsitzenden und Chorleitern geladen. Vorsitzender Klaus Szigeth hieß dazu zahlreiche Zuhörer, besonders aber die Ehrenvorsitzenden Willi Reichert und Gerhard Frey, die sieben Ehrenmitglieder sowie die beiden Gastvereine mit deren Vorsitzenden und Chorleitern willkommen.
Dem MGV Unterschefflenz als Gastgeber war es natürlich vorbehalten den Konzertabend zu eröffnen, die sich zusammen mit ihrer Dirigentin Susanne Bender sehr akribisch vorbereitet hatten.
Es war ein stimmgewaltiger Einstieg mit dem Schefflenzer Sängergruß, gefolgt von „MalaMoja“(meine Kleine) nach einer Weise aus Kroatien und übersetzt von Arnold Kempkens. Von Hubert von Goisern „Weit, weit weg“, ein stimmungsvolles Chorarrangement alpenländischer Volksmusik mit Rock-Pop-Elementen sowie der Ballade „Du Hältst mich fest“ mit dem deutschen Text von Christine Siebert-Santos. Begleitet am Piano wurde der gastgebende Männerchor von Solistin Caterina Szigeth die im Anschluss mit ihrer brillanten Stimme mit „Not WhileI´mAround“ zu gefallen wusste.
Ebenso Susanne Bender am Piano mit – „BytheSea“ - Musik und Text von Stephen Sondheim.
Weiter im Programm die beiden Gastvereine aus Auerbach und Großeicholzheimmit Robert Fass am Klavier und Dirigent Klaus Bayer, mit den Chören „Im Dorf wo ich geboren bin“ (Chorbearbeitung Peter Schnur) sowie mit „Brennend heißer Wüstensand“ (Songtext von Freddy Quinn).
Ein kleiner Auszug aus der Vereinschronik hatte Vorsitzender Klaus Szigeth vorbereitet, nicht so einfach, 160 Jahre in fünf Minuten Revue passieren zu lassen. Der traditionsreiche Männergesangverein Unterschefflenz(MGVU) wurde am 5. Oktober 1862 gegründet, zum Anlass des Friedensfestes am 14. Oktober 1814 an der „Hohen Buche“. Zu dieser Zeit gab es bereits einen gemischten Chor mit 15 Männern und 9 Damen für feierliche Anlässe weltlicher und kirchlicher Art. 1862 wurde dieser gemischte Chor getrennt in einen kirchlichen und weltlichen Chor. Deswegen ist der 5. Oktober 1962 als Gründungstag des MGVU anzusehen. Der Verein nannte sich zuerst „Sängerbund“ mit eigenen Statuten, die am 12. Oktober 1962 vom Großherzoglichen Bezirksamt Mosbach genehmigt wurden. 19 aktive Gründungsmitglieder, mit Friedrich August Bopp als Vorsitzender (1862 bis 1887) und Johann Georg Hüttler als Dirigent konnten im Archiv festgehalten werden. Zum 50jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1912 gab es als Höhepunkt die Weihe einer Vereinsfahne. Anlässlich der 100-Jahrfeier 1962 wurde dem Verein die „Zelterplakette“ überreicht, die höchste Auszeichnung, die einem Gesangverein verliehen werden kann. Weitere wichtige Informationen zur Geschichte des MGVU sind auch dem „Schefflenzbuch“ der Gemeinde (774 bis 1974 – Seite 295) zu entnehmen.
Nach einer kurzen Pause führte der MGVU im Programm fort . Erneut unter der Leitung von Susanne Bender wussten drei Chöre sehr zu gefallen.
Beginnend mit „Conquestof Paradise“ des griechischen Komponisten Vangelies sowie der Chorbearbeitung durch Bernd Hans Gietz. „Alles dreht sich im Kreis“ mit sehr anspruchsvollem Text – arrangiert von Bernd Stallmann sowie als dritten Chor - „Tage wie diese“ - arrangiert von Pasquale Thibaut und Peter Schnur.
Solistin Caterina Szigeth erneut am Mikrofon mit „Ed Svane“ von Edvard Grieg, begleitet erneut von Susanne Bender am Piano. Es folgten zwei weitere Chöre der Gastvereine Auerbach und Großeicholzheim mit den Dirigenten Robert Fass und Klaus Bayer. Beginnend mit dem Hit des Jahres 1963 – „Rote Lippen soll man küssen“ – arrangiert von Eckhardt Hehrer sowie eine amerikanische Weise –„Es führt nur ein Weg...“ arrangiert von Otto Groll.
Zum großen Finale dann alle drei Chöre auf der Bühne – sehr zur Freude auch von Dirigentin Susanne Bender – die schon bei der Generalprobe am Tag zuvor sehr große Begeisterung zum Ausdruck brachte bzgn. des Volumens an Männerstimmen mit klangvollem Erfolg, bestätigt auch durch ein tolles Publikum. „Über 7 Brücken musst du gehen“ von Pasquale Thibaut - 1980 von Peter Maffay gecovert, die Aufnahme eines zuvor schon veröffentlichten Songs. Zum Abschluss der Chor „Abendfrieden“ ein etwas traurigeres Lied mit vielen Pianopassagen – „Die Nacht ist von den Bergen gestiegen, die Lichter im Tal löschen aus. Wohl dem der eine Heimat hat, der sagen kann: ich geh nach Haus....,folgten drei weitere Strophen mit jeweiligen Refrains.
Zwischen den beiden Chören sprach Vorsitzender Klaus Szigeth seine Schluss- und Dankesworte. Dank an Bgm. Rainer Houck und Schulleiter Markus Hebestreit für die Nutzung der Aula der Schefflenztalschule. An Dirigentin Susanne Bender für die Programmgestaltung sowie die Mühe und Geduld über eine lange Probezeit der Singstunden. Ganz großer Dank an die beiden Gastvereine – Liederkranz Auerbach und Liederkranz Großeicholzheim. Caterina Szigeth für ihre musikalische Bekleidung und Sologesang. Hausmeister Armin Walter und nicht zuletzt einem ganz tollen Publikum, beste Motivation für die Sänger und dieses tolle Publikum forderte natürlich lautstark auch eine Zugabe.
Was könnte die Zugabe denn anderes sein als das „Lied des Bajazzo“ von Autor und Komponist Ruggero Leoncavallo bzw. in deutscher Fassung von Ludwig Hartmann.
Abschließender Dank aber auch für den Spendenbeitrag der Gäste die ja auch bei freiem Eintritt herrliche zwei Stunden durch tollen Chorgesang unterhalten wurden. Verbunden mit der Einladung zum anschließenden geselligen Beisammensein mit Singen, Trinken, Essen und guten Gesprächen. Rüdiger Eberle(rü)
Bildtext:
Die drei Männerchöre Unterschefflenz, Auerbach und Großeicholzheim nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert mit der gastgebenden Dirigentin und Programmgestalterin Susanne Bender(li.) sowie Solistin und musikalische Begleitung Caterina Szigeth(re) und MGVU - Vorsitzender und Chef des Konzertabends, Klaus Szigeth(5.v.rechts) dahinter Ewald Röser – Vorsitzender des MGV Liederkranz Auerbach
Foto 26 - Solistin Caterina Szigeth und Dirigentin Susanne Bender